• Dohse Architekten
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Passivhaus Europäische Solar-Bauausstellung

1. Rang Wettbewerb Inklusionsprojekt Jenfelder Au
Neubau eines Wohnhauses für eine Baugemeinschaft aus drei Eigentümern unter einem Dach Wohnungsverein Hamburg von 1902 eG, Hamburger Blindenstiftung und Hamburger Lebenshilfe-Werk gGmbH

Wettbewerb:    2012
Planung: 2013
BGF: ca. 6850 m²
Bauherr: Inklusionsprojekt Jenfelder Au
Bearbeitung: Dohse Architekten

Inklusion bedeutet Wertschätzung in der Vielfalt. Die Heterogenität ist die normale, reguläre Gegebenheit. Dies soll unseren Entwurf für die Jenfelder Au kennzeichnen.

Alle drei am Projekt beteiligten Bewohnergruppen sind in sich heterogen und jeder Mensch in diesem Gruppen ist ein Individuum mit unterschiedlichen Stärken, Schwächen und Handicaps. Die Baugemeinschaft Jenfelder Au bietet Wohnraum für all diese Menschen, eine Nachbarschaft mit Gelegenheit zur Teilhabe im Haus und in den Gemeinschaftsanlagen.

Baukörpergestaltung
Unser Gebäude vermittelt in seiner Maßstäblichkeit und Körnung zwischen den Bestandsgebäuden der ehemaligen Kaserne und den Stadthäusern der geplanten Neubebauung im Süden. Heterogenität ist das Normale. Diese Normalität ist der wohltuende Kontrast zum Wohnheim in seiner Normierung und Homogenität.

Das gemeinsame Haus stellt dabei Einheit in der Vielfalt dar. Einheitlich ist das Material Mauerwerk, die Fensterformate, die Architektursprache. Vielfältig sind die Kubaturen und die Farbe des Mauerwerks. In der Fassade wird absichtlich nicht zwischen den drei Betreibern getrennt.

Dem Inklusionsgedanken folgend sind auch die drei Grundstückseinheiten jeweils in sich heterogen. Die Fassade gliedert sich in Einzelelemente, die in der Breite die Maßstäblichkeit von Stadthäusern aufnimmt. So schaffen wir durch vier Kopfbauten und fünf farblich abgesetzte Zwischenbauten die gewünschte Vielfalt. Eine Durchfahrt öffnet zum Innenhof, die Überbauung hält aber das Projekt "unter einem Dach" zusammen.

Erschließung
Das Haus bietet überschaubare, identitätsstiftende Einheiten, in denen sich die Bewohner schnell selbständig orientieren und zuhause fühlen können. Treffpunkt und gemeinschaftlich genutzte Außenanlagen fördern die Teilhabe an der Gemeinschaft.

Vier Treppenhäuser erschließen die insgesamt 56 Wohnungen. Die Drei- bis Vierspänner bieten überschaubare Einheiten und klare Erschließungsstrukturen auch für Menschen mit Handikap.

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